Die UK Gambling Commission hat die Ergebnisse einer neuen qualitativen Studie zur Auswirkung von Glücksspiel auf Personen in der Nähe des Hauptglücksspielers veröffentlicht. Die von Humankind Research durchgeführte Forschung identifiziert miteinander verknüpfte gesundheitliche, finanzielle und beziehungsbezogene Schäden, die Partner, Familienmitglieder und Kollegen betreffen.
Der Bericht zeigt, dass 63 % der „betroffenen anderen Personen“ im vergangenen Jahr selbst Glücksspiel betrieben haben. Diese Statistik deutet auf eine komplexe Dynamik hin, in der Glücksspiel sowohl als soziale Aktivität als auch als potenzielle Quelle von Verwirrung bezüglich der Verantwortung fungiert. Partner von Glücksspielern erfahren dem Bericht zufolge die umfangreichsten und anhaltendsten Schäden, während Eltern, Geschwister und Freunde spezifischere Folgen beschreiben.
Methodik und zukünftige Empfehlungen
Die Gambling Commission nutzte ihr Lived Experience Advisory Panel (LEAP), um während des Rekrutierungsprozesses ethische Strenge und Sensibilität zu gewährleisten. LEAP-Mitglieder halfen dabei, Teilnehmer zu identifizieren, die schwere Folgen aus dem Glücksspielverhalten einer anderen Person erlebt hatten. Die Forscher stellten fest, dass die Einbeziehung von Personen mit eigener Erfahrung eine Tiefe des Verständnisses bot, die sekundäre Forschung nicht replizieren konnte, und half, Vertrauen während sensibler Diskussionen aufzubauen.
Ein Begleitbericht mit Empfehlungen zur Prävention, Bildung und Behandlung soll in den kommenden Monaten veröffentlicht werden. Diese Erkenntnisse werden zur Evidenz-Roadmap und zum Verbraucherstimmen-Programm der Kommission beitragen. Die Daten sollen zukünftige Forschungsinitiativen zum breiteren sozialen Einfluss von Glücksspiel gestalten.